21.05.2004
Filbinger-Nominierung für Bundesversammlung zeigt: CDU hat aus Fall Hohmann nichts gelernt
Der Sprecher der Arbeitsgruppe Rechtsextremismus der SPD-Bundestagsfraktion,Sebastian Edathy, erklärt:
Die Nominierung des Ehrenpräsidenten des rechten
"Studienzentrum Weikersheim" und früheren NS-Richters Hans
Filbinger als CDU-Wahlmann für die Bundesversammlung ist
mehr als eine Geschmacklosigkeit.
Es zeigt sich, dass die CDU aus dem Skandal um ihr
Immer-noch-Mitglied, den Bundestagsabgeordneten Martin
Hohmann, nichts gelernt hat. Statt sich vom hellbraunen Rand des politischen Spektrums abzugrenzen, wird dieser hofiert.Dass Filbinger über die Besetzung des Bundespräsidenten-Amtesmitentscheidet, ist für jeden Kandidaten eine Zumutung.
Auch für Paul Spiegel, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland und am Sonntag ebenfalls CDU-Wahlmann. Wenn schon nicht aus Selbstachtung - allein schon aus Respekt vor Paul Spiegel hätte sich der CDU die Benennung Filbingers verbieten müssen.