Nachlese zur Bundestagswahl 2009
Bei der Wahl zum 17. Deutschen Bundestag hat die hohe Zahl der Nicht-Wähler einen großen Einfluss auf das SPD-Ergebnis gehabt. Bundesweit gingen so wenig Wählerinnen und Wähler wie nie zur Urne: lediglich 70,8 Prozent der rund 62 Millionen Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab, ein Minus von rund 4 Millionen bzw. von 6,8 Prozent im Vergleich zur Bundestagswahl im Jahr 2005.
Auch im Wahlkreis Nienburg-Schaumburg ist die traditionell hohe Wahlbeteiligung deutlich eingebrochen. Während bei den vergangenen Bundestagswahlen jeweils rund 79 Prozent der rund 200.000 wahlberechtigten Kreis-Nienburger und Schaumburger ihre Stimme abgaben, zog es im Jahr 2009 nur 72 Prozent an die Urnen - rund 14.000 weniger als im Jahr 2005. Entgegen dem Bundestrend und trotz der dramatischen Verluste, die die SPD bei den diesjährigen Wahlen einfahren musst, gelang es Sebastian Edathy, mit 41,4 Prozent der Erststimmen erneut als direkt gewählter Abgeordneter in den Bundestag nach Berlin einziehen.
Das Erststimmen-Ergebnis liegt 10,4 Prozent unter dem zur vergangenen Bundestagswahl, ist jedoch das beste im SPD-Bezirk Hannover und drittbeste im Land Niedersachsen. Mit 41,4 Prozent liegt Edathy rund 6 Prozent vor dem Landes-Erststimmenschnitt (35,8 Prozent). Spitzenergebnisse erzielte Edathy in den Samtgemeinden Nienstädt (47,64 Prozent), Lindhorst (46,85 Prozent) und Niedernwöhren (45,87 Prozent). Im gesamten Landkreis Schaumburg konnten 42,2 Prozent der Erststimmen erreicht werden; in den zum Wahlkreis gehörenden Kommunen des Landkreises Nienburg 39,8 Prozent. In beiden Landkreisen lag Edathy vor seinem CDU-Mitbewerber. Der CDU-Direktkandidat Christopher Wuttke konnte 37,2 Prozent der Erststimmen erringen und so ein Plus von 0,4 Prozent bei einem absoluten Verlust von rund 5.000 Stimmen gegenüber seinem Vorgänger erreichen.
Das SPD-Zweitstimmen-Ergebnis im Wahlkreis lag mit 33 Prozent trotz ebenfalls schmerzhafter Verluste deutlich über dem Bundes- als auch dem Landesschnitt (23,1 Prozent bzw. 29,3 Prozent). Im Landkreis Schaumburg stimmten 33,75 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die SPD (CDU: 30,83 Prozent); im Landkreis Nienburg 31,50 Prozent (CDU: 34,78 Prozent)."
Dokumente im PDF-Format:
Zum Anzeigen von PDF-Dokumenten benötigen Sie das kostenlose Programm Adobe® Acrobat Reader®