18.12.2002
Hilfe für Sachsen
25.000 Euro haben Beschäftigte und Leitung des Elektrizitätswerkes Minden-Ravensberg (EMR) in den letzten Wochen für einen guten Zweck gesammelt: Geld, das als Spende zur Bewältigung der Hochwasserschäden in den neuen Ländern eingesetzt werden sollte.
Auf den Weg nach Sachsen, in die Kleinstadt Nünchritz, machten sich jetzt der EMR-Betriebsratsvorsitzende Reinhard Luhmann (Bückeburg) und der Schaumburger Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy. In Nünchritz war die fast 100jährige städtische Turnhalle, die von örtlichen Schulen und Sportvereinen genutzt wurde, im Sommer der Elbe zum Opfer gefallen und stand komplett unter Wasser - kein Fall für eine Sanierung, sondern nur noch für den Abrissbagger.
Zu Gunsten des Neubaus einer Sporthalle in sicherer Entfernung vom Flussufer überreichte Reinhard Luhmann dieser Tage dem Bürgermeister von Nüchritz, Udo Schmidt, den EMR-Scheck über 25.000 Euro. Die Belegschaft hatte dafür Arbeitszeit bzw. Bargeld gespendet, die Firmenleitung den erreichten Betrag aufgerundet.
Auf den Gedanken, das Geld dem sächsischen Nünchritz (Landkreis Riesa-Großenhain) zukommen zu lassen, war Sebastian Edathy gekommen. Dieser hatte von seiner sächsischen Bundestagskollegin Barbara Wittig, mit der er im Innenausschuss sitzt, von den Nüchritzer Turnhallen-Problemen gehört und den Kontakt vermittelt. Der EMR-Betriebsrat griff die Überlegung auf. Am Ende waren alle zufrieden: Die Nünchritzer freuen sich über die EMR-Spende - und die EMR-Belegschaft weiss, dass die Spende für ein konkretes Vorhaben sinnvoll zum Einsatz kommt.