Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

MdB Sebastian Edathy Die Wähler im Wahlkreis Nienburg-Schaumburg haben entschieden: Auch in der neuen Legislaturperiode werde ich ihr Vertreter in Berlin sein. Der klare Gewinn des Direktmandats (das drittbeste SPD-Erststimmen-Ergebnis im 30 Wahlkreise aufweisenden Niedersachsen) ist mir ein zusätzlicher Ansporn, in den kommenden vier Jahren weiter mit Volldampf für die Region zu arbeiten und im Bundestag für eine sozial gerechte und wirtschaftlich vernünftige Politik zu streiten. Herzlich Dank sagen möchte ich allen, die mich auf dem Weg zur Wiederwahl unterstützt haben.

Mit besten Grüßen Ihr
MdB Sebastian Edathy
Sebastian Edathy, MdB

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Publikationen

Auf der Höhe der Zeit
Auf der Höhe der Zeit
Sebastian Edathys Artikel über sozialdemokratische Innenpolitik erschienen in Matthias Platzeck, Peer Steinbrück, Frank-Walter Steinmeier (Hg.), Auf der Höhe der Zeit - Soziale Demokratie und Fortschritt im 21. Jahrhundert (ISBN: 978-3-86602-629-2)
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Schmierfinken
Politiker über Journalisten.
Sebastian Edathy über den Journalisten Frank Jansen von der Berliner Tageszeitung "Der Tagesspiegel".
(erschienen im Heyne-Verlag, Maybrit Illner (Hrsg.), Hajo Schumacher (Hrsg.) ISBN: 978-3-453-62037-7)
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Strategien der extremen Rechten
Hintergründe - Analysen - Antworten
Was sind die konkreten Strategien der Rechtsextremen und wie kann man ihnen begegnen?
(erschienen im VS-Verlag 2009. 667 S. Br. ISBN: 978-3-531-15911-9)
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Aus dem Gästebuch | Neueintrag

01.07.2010

Diana Michalski

Sehr geehrter Herr Edathy, vor genau 5 Jahren haben Sie mein Leben sehr positiv beeinflusst, indem Sie mir die Chance gegeben haben, an dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm 2005/2006...

31.05.2010

Jessica B.

Sehr geehrter Herr Edathy, ich bin der Meinung, dass Sie sich in Bezug auf Herrn Köhler ein wenig zurückhalten sollen! Wer eine Gesine Schwan zur Präsidentin machen wollte, sollte...
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15.07.2002
Am Ende des Sonderwegs - Zur Rolle deutscher Streitkräfte in der gewandelten weltpolitischen Konstellation

Berlin, Dezember 2001 - Von Hans-Peter Bartels, Sebastian Edathy, Kerstin Griese, Hubertus Heil, Ulrich Kelber, Christian Lange, Michael Roth, Karten Schönfeld, Carsten Schneider, Rolf Stöckel

Wie wir die Entwicklung der letzten Jahre sehen

Die Jahre zwischen dem 3. Oktober 1990 und dem 11. September 2001 können für Deutschland und auch für die deutsche Sozialdemokratie als eine außenpolitische Übergangszeit interpretiert werden, in der zu beinahe jeder neuen außenpolitischen Frage erst noch einmal die alten Antworten auf den Tisch kamen, bevor neue Antworten sich durchsetzen konnten. Die SPD ist in diesen wenigen Jahren einen weiten Weg gegangen.

Mit dem Ende der Blockkonfrontation, des Sowjetkommunismus, der europäischen und der deutschen Teilung, mit der gewaltfreien Wende in der DDR und der Wiederherstellung der Einheit Deutschlands 1990 war die Ordnung des Kalten Krieges als globaler Spannungsachse, nach der sich auch die inneren Spannungsachsen vieler Staaten der Welt ausrichteten, zerbrochen, die Nichteinmischungsdoktrin obsolet. Kurz: Die Nachkriegszeit war abgeschlossen, eine neue Ära begann.

Eine eigene, über den Epochenwechsel fortlaufende Tradition der bundesdeutschen Außenpolitik ist der Multilateralismus. Der historisch begründete deutsche Ansatz bestand immer auch darin, sich nicht zu isolieren, stattdessen zu kollektiven Lösungen beizutragen, nie neutral, aber auch nie (über die Blockgrenzlage hinaus) besonders exponiert zu sein.

In weiten Teilen der Welt genießt Deutschland ein halbes Jahrhundert nach Nazi- Diktatur und Weltkrieg ein erstaunlich hohes Ansehen, einen großen politischen Kredit: Vertrauen. Das liegt unter anderem daran, dass Deutschland nur in sehr begrenztem Maße und kurz Kolonialmacht war; uns blieb die schwierige Phase der Dekolonialisierung erspart. In der Zeit des Kalten Krieges ist Deutschland - anders als etwa die USA und die UdSSR - nicht militärisch in Erscheinung getreten.

Und Deutschland wird wegen seiner multilateralen Ausrichtung weniger als anderen unterstellt, eigene Wirtschafts- oder Hegemonialinteressen zu verfolgen. Daraus ergeben sich heute Gestaltungschancen.

Trotz EU, NATO, OSZE und UNO scheint es zur Zeit keinen linearen Internationalisierungsprozess zu geben. Einzelne Staaten und die internationalen Organisationen gewinnen an Bedeutung - zum Teil zunächst auf Kosten der zerfallenen UdSSR, gegenwärtig auch auf Kosten der USA.

Außenpolitische Grundsätze der SPD

· Heute gibt es keine Rechtfertigung mehr dafür, besondere Rücksichten auf Deutschland von den Bündnispartnern oder der Weltgemeinschaft einzufordern. Deutschland verfügt über alle Rechte und Pflichten eines souveränen Staates. Wo schweres Unrecht geschieht und Deutschland helfen kann, müssen wir uns auch verpflichtet fühlen, es zu tun. Über die Mittel entscheiden wir in einem demokratischen innerstaatlichen Prozess selbst.

· Isolationismus und Internationalismus sind in jeder Gesellschaft die beiden Pole auf dem Kontinuum der außenpolitischen Möglichkeiten. In den USA wie in Großbritannien, Japan, Frankreich, Deutschland oder anderen Ländern orientiert sich die öffentliche Willensbildung mal mehr in die eine, mal mehr in die andere Richtung. Die deutsche Außenpolitik tut gut daran, internationalistisch zu bleiben, auch wenn die Stimmungen in der Bevölkerung schwanken mögen. Darüber besteht unter den Parteien des alten bundesrepublikanischen Verfassungsbogens weitgehend Konsens. Dies wird praktisch in den Bindungen und Bündnissen, die Deutschland eingegangen ist.

· Westbindung (Adenauer) und Ostaussöhnung (Brandt) werden unter den neuen Bedingungen jetzt durch eine Politik der souveränen Normalisierung (Schröder/ Fischer) ergänzt.

· Begleitet werden muss dieser Prozess durch eine auch auf deutsche Initiative hin beschleunigte europäische Integration und Stärkung der UN-Instrumenta- rien. Dazu gehören z.B. die Schaffung und Durchsetzung einer internationalen Gerichtsbarkeit genauso wie die langfristige Etablierung einer europäischen Armee als Instrument einer einheitlichen europäischen Sicherheitspolitik, auch unter Aufgabe von Teilen heutiger nationaler Souveränität.

· Deutschland als bevölkerungsreichstes, wirtschaftsstärkstes und finanzkräftigstes europäisches Land hat in EU und NATO eine zentrale Rolle zu spielen. Das erwarten die großen wie auch die kleineren Partner. Erklärungsbedürftig, quasi "verdächtig", wäre gerade nicht das behutsam-selbstbewusste Auftreten, sondern ein kleinmütig-selbstbezogenes. Insofern spielt Deutschland seine Rolle heute richtig. Ein Sitz im UN-Sicherheitsrat ist dazu nicht notwendig (wäre aber auch kein Schaden), ein gemeinsamer Sitz für die EU könnte aber nützlich sein.

· Die Identifizierung drohender Krisen und deren frühzeitige Prävention muss ein integrales Instrumentarium der Sicherheitspolitik werden. Deutschland hat in diesem Bereich mit seiner Vorbildrolle im Klimaschutz, bei der Bekämpfung der Wüstenbildung und dem weltweiten Schutz des Trinkwassers bereits erste Erfolge in den letzten Jahren erreicht. Die Möglichkeiten des erst vor wenigen Jahren entstandenen deutschen UN-Standorts (Bonn) müssen dabei noch besser genutzt werden.

· Konflikte, Gefahren und Bedrohungen, denen wir am Beginn des 21. Jahrhunderts begegnen, unterscheiden sich sehr von der Zeit des Systemkonflikts mit ihrem Gleichgewicht des Schreckens. Vielleicht wird es niemals einen "Kampf der Kulturen" als Kampf zwischen Staatengruppen geben, doch die Konflikte auf der Welt könnten dort am mörderischsten werden, wo die kämpfenden Parteien diesseits und jenseits einer Grenzlinie zwischen zwei Kulturkreisen stehen. Diese Möglichkeit lässt sich nicht wegwünschen. Aber für die Fundamentalalternative, die Perspektive der "einen Welt", lässt sich einiges tun: selbstbewusst, hilfreich, behutsam.

Unmittelbare Folgen für den militärischen Aspekt deutscher Sicherheitspolitik

· Militärische Beiträge zu UN-Beobachtermissionen, zur Friedenssicherung (SFOR, KFOR, TFF), zur Friedenserzwingung (Kosovo 1999) und zur Gefahrenabwehr (Terrorbekämpfung) sind Teil einer internationalistischen Außenpolitik, die der sozialdemokratischen Programmtradition entsprechend ethnische Verfolgung, Völkermord, Vertreibung, Terror und das Faustrecht des Stärkeren nicht "neutral" und bequem hinnimmt. Entgegen dem alt-klugen Merksatz, mit Gewalt könne man keine Probleme lösen, ist militärische Intervention dann legitim und geboten, wenn die Sicherheit das allen anderen vorgehende Problem darstellt. Solange geschossen wird, sind alle anderen Probleme erst recht nicht lösbar. Militär ist ein Mittel der Außenpolitik - und zwar nicht nur als ultima-ratio-Instrument für den Fall des Krieges, sondern auch in vielen humanitären, logistischen, robust-polizeilichen und vertrauenschaffenden Missionen im Ausland.

· Die Fähigkeiten der deutschen Streitkräfte, ihre erweiterten Aufgaben im Rahmen der kollektiven Sicherheitssysteme, denen die Bundesrepublik konkrete militärische Beiträge verbindlich zugesagt hat, zu erfüllen, sind bei weitem noch nicht hinreichend entwickelt. Die langfristigen Ausrüstungsschwerpunkte der Bundeswehr orientieren sich - seit langem vertraglich gebunden - noch immer zu stark am Bedrohungsszenario der frühen 80er Jahre. Beim Schließen der Fähigkeitslücken sollte Deutschland auf eine erweiterte europäische oder, soweit dies sinnvoll ist, euro-atlantische Aufgabenverteilung dringen. Das spart auch Kosten. Die Bundeswehr muss nicht alles können und nicht überall präsent sein, wo Bündnispartner Aufgaben übernehmen. Aber sie muss mehr können als heute.

Weitere Artikel:

02.07.2009

Sebastian Edathy: Der Feldforscher - Frank Jansen

Erschienen in Maybrit Illner, Hajo Schumacher (Hg.): Schmierfinken - Politiker über Journalisten (ISBN: 978-3-453-62037-7).
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10.09.2007

Sebastian Edathy: Mehr Demokratie und mehr Teilhabe - Pfeiler sozialdemokratischer Innenpolitik im 21. Jahrhundert

Erschienen in Matthias Platzeck, Peer Steinbrück, Frank-Walter Steinmeier (Hg.), Auf der Höhe der Zeit - Soziale Demokratie und Fortschritt im 21. Jahrhundert (ISBN: 978-3-86602-629-2)
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14.03.2003

Reformen für Arbeit und Gerechtigkeit, März 2003

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15.07.2002

Jahresrückblick 1999

Glückwünsche zum neuen Jahr
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15.07.2002

"Youngster-Papier" | Juli 1999

Hier können Sie das "Youngster-Papier" einiger junger SPD-Bundestagsabgeordneter, an dem sich auch Sebastian Edathy, MdB beteiligt hat, lesen. Das Papier hat bundesweit für starke Öffentlichkeit und Diskussionen gesorgt. Machen Sie sich selbst ein Bild:
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