Geschichtswerkstatt der Herderschule Bückeburg zu Gast im Bundestag
Jüngst haben drei Vertreter der Geschichtswerkstatt der Herderschule aus Bückeburg (Lehrer und Projektleiter Klaus Maiwald sowie die
Schülerinnen Jana Köller und Maria Schott) auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion an einer Jugendbegegnung beim Deutschen Bundestag in
Berlin teilnehmen können.
Bei dieser Gelegenheit sind sie im Reichstagsgebäude auch mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy zu einem Gespräch
über das "Büroklammer-Projekt" der Whitwell Middle School aus Tennessee (USA) zusammengetroffen.
Die Geschichtswerkstatt der Herderschule beteiligt sich an dem Versuch der amerikanischen Schule, weltweit 6 Millionen Büroklammern zu
sammeln, die dann künstlerisch zu einem Holocaust-Mahnmal mit ungewöhnlich breitgestreuter Beteiligung verarbeitet werden sollen.
Vermutlich gibt es bisher überhaupt kein Mahnmal, an dem sich so viele Menschen aus so vielen Ländern beteiligen.
Während der deutschen Besatzung Norwegens im Zweiten Weltkrieg galt eine ans Revers geheftete Büroklammer als Zeichen des Widerstands. Zugleich können die Büroklammern den bürokratisch organisierten Massenmord an etwa 6 Millionen europäischen Juden symbolisieren und so "Unfassbares fassbarer machen", wie Edathy formulierte, der nunmehr zu den Förderern dieses Projekts gehört:
Der Abgeordnete hat den Vertretern der Geschichtswerkstatt 10.000 bunte Büroklammern überreicht und anschließend für deren unmittelbaren Versand nach Tennessee gesorgt.