Sebastian Edathy bei Londoner Konferenz
Der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy ist am Sonntag (8. Juli 2001) von einer zweitägigen Konferenz aus London
zurückgekehrt. Dort waren zehn jüngere SPD-Bundestagsabgeordnete mit neun jüngeren Mitgliedern des britischen Unterhauses
zusammengekommen, die der Labour-Partei von Premierminister Tony Blair angehören. Auch mehrere Berater Blairs nahmen an dem Treffen
teil.
Gegenstand der Gespräche waren unter anderem die Rolle sozialdemokratischer Regierungen in der Europapolitik und verteidigungspolitische
Fragen. Edathy hielt vor den Teilnehmern ein Referat über das Thema Zuwanderung.
Nachdem Großbritannien schon seit längerer Zeit mit Erfolg ausländische Fachkräfte für eine positive Wirtschaftsentwicklung im eigenen Land
gewinnt, wird eine diesbezügliche Debatte in der Bundesrepublik erst heute geführt. "Es macht keinen Sinn, dass in Deutschland derzeit ein
Ausländer eher Fußballspieler bei Bayern München als Abteilungsleiter in einem Unternehmen werden kann", brachte Edathy die Notwendigkeit
für die Regelung von Zuwanderungsfragen mit einem Beispiel auf den Punkt. Der Gesprächskreis jüngerer sozialdemokratischer Abgeordneter
aus Deutschland und Großbritannien besteht seit fast zwei Jahren. Konferenzen finden alle sechs Monate statt - das nächste Mal wieder in
Deutschland.
"Es ist sehr hilfreich, in regelmäßigen Abständen mit den britischen Kollegen über Themen zu sprechen, mit denen beide Seiten in ihrer
politischen Arbeit zu tun haben", so Sebastian Edathy. Solche Kontakte seien gerade vor dem Hintergrund einer zunehmend auf internationale
Abstimmung angewiesenen Politik sinnvoll.
Eines von mehreren Ergebnissen der jüngsten Konferenz in London: Eine Reihe von jüngeren britischen Labour-Parlamentariern wird im
kommenden Jahr im Rahmen von Veranstaltungen vor Ort die Wahlkreise jüngerer SPD-Bundestagsabgeordneter besuchen.
Sebastian Edathy geht davon aus, dass dabei auch die Landkreise Nienburg und Schaumburg berücksichtigt werden.