Unterredung mit Schaumburger Frauenbeauftragter
Zu einer gemeinsamen Unterredung kamen jüngst die Frauenbeauftragte des Landkreises Schaumburg, Undine Rosenwald-Metz, und der
heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy in Stadthagen zusammen.
Die Idee zum Gespräch war anlässlich einer Begegnung in Berlin entstanden: Im Rahmen einer Initiative der Schaumburger
Frauenbeauftragten zur Gewinnung von Kandidatinnen für die anstehende Kommunalwahl hatte Rosenwald-Metz im Frühjahr mit einer
Frauengruppe die Bundeshauptstadt besucht und im Reichstagsgebäude mit Edathy diskutiert.
"Gleichstellungspolitik im Sinne der Verwirklichung von Chancengleichheit von Frauen und Männern ist nicht nur Frauensache, sondern geht uns
alle an", erklärte Sebastian Edathy im Anschluss an die erneute Begegnung mit Rosenwald-Metz.
Im Mittelpunkt des im Kreishaus Stadthagen geführten Gespräches standen Fragen der Frauenförderung im Landkreis Schaumburg und
entsprechende Initiativen auf Bundesebene. So hat der Bundestag in den vergangenen Monaten unter anderem durch Verabschiedung des
neuen Teilzeitgesetzes und durch eine Neuregelung des Erziehungsurlaubs die Voraussetzungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familien-
und Erwerbsleben geschaffen.
Zwar seien dieses in erster Linie Maßnahmen zur Familienförderung, doch würden nach wie vor weit mehr Frauen als Männer die
Verantwortung für Familienaufgaben tragen.
Rosenwald-Metz und Edathy waren sich einig, daß für eine Stärkung der Vertretung von Frauen in Arbeitswelt und Gesellschaft rechtliche
Regelungen wichtig, aber alleine nicht ausreichend seien. Übereinstimmung bestand auch in der Einschätzung, dass in den Verwaltungen und
Betrieben eine Personalplanung erforderlich sei, die den weiblichen Beschäftigten nicht nur eine Existenzsicherung biete, sondern auch eine
Karriereperspektive aufzeige.
Insgesamt komme es, so Edathy und Rosenwald-Metz, darauf an, das Bewußtsein dafür zu entwickeln, daß das Ziel der Herstellung von
Gleichberechtigung kein Zugeständnis, sondern eine Selbstverständlichkeit sei.
Beide vereinbarten, den aufgenommenen Gesprächskontakt auch in Zukunft zu pflegen.