Anschlag auf Düsseldorfer Synagoge richtet sich gegen ganz Deutschland
Zum Anschlag auf die Düsseldorfer Synagoge erklären der Sprecher der Arbeitsgruppe Rechtsextremismus und Gewalt der SPD-Bundestagsfraktion Sebastian Edathy und die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese: Der Brandanschlag auf die Düsseldorfer Synagoge hat uns bestürzt und entsetzt.
Zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit ist Düsseldorf Ort eines Anschlages geworden, wurden Personen jüdischen Glaubens beziehungsweise ihre Einrichtungen getroffen. Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde in Deutschland ein Anschlag auf eine jüdische Synagoge verübt.
In Deutschland leben 80.000 Menschen jüdischen Glaubens. Sie haben, wie alle Bürgerinnen und Bürger, einen Anspruch auf ein Leben ohne Angst. Der Brandanschlag von Düsseldorf ist ein Verbrechen, das sich der Form nach gegen ein Gebäude, tatsächlich aber gegen einen Eckpfeiler unserer Demokratie - nämlich das friedliche Zusammenleben in Deutschland - richtet.
Der zehnte Jahrestag der deutschen Einheit ist ein guter Anlass, sich bewusst zu machen: Übergriffe auf Minderheiten dürfen in Deutschland niemals wieder Normalität werden.
Wir sprechen den jüdischen Gemeinden und dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Herrn Paul Spiegel, unsere Solidarität aus.