Sebastian Edathy in den Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion gewählt!
Der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy ist am Dienstag (14.11.2000) in den Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion gewählt worden.
Er gehört damit nun dem Führungsgremium der 297 Mitglieder zählenden SPD-Bundestagsfraktion an, das die Arbeit der größten Regierungsfraktion koordiniert und vorbereitet.
Der Fraktionsvorstand wird alle zwei Jahre gewählt, so daß jetzt - zur Mitte der laufenden Wahlperiode - eine Neuwahl stattfand.
Neben dem Fraktionsvorsitzenden, seinen Stellvertretern und den parlamentarischen Geschäftsführern besteht der Fraktionsvorstand aus 30 Beisitzern.
Für ein solches Beisitzeramt kandidierten insgesamt 35 SPD-Bundestagsabgeordnete. 26 Kandidaten gehörten bereits dem bestehenden, Ende 1998 gewählten Vorstand an, neun Kandidaten - darunter Edathy - traten neu an.
Sebastian Edathy erreichte bereits im ersten Wahlgang die nötige Stimmenzahl für einen Sitz im neuen Vorstand (Platz 8 von 30 zu vergebenden Beisitzerämtern).
Damit erhielt Edathy ein insgesamt bemerkenswert gutes Resultat und zugleich das beste Ergebnis aller Kandidaten, die 1998 erstmals in den Bundestag eingezogen sind. Er wird zudem mit 31 Jahren das jüngste Mitglied des neuen Fraktionsvorstandes sein.
Edathy gehört als Abgeordneter für den Wahlkreis Nienburg-Schaumburg seit zwei Jahren dem Bundestag an. Er ist Mitglied im Innenausschuß des Parlaments, seit Juni 2000 ist er Sprecher der SPD-Fraktion für den Bereich Rechtsextremismus.
Edathy erklärte nach Bekanntgabe des Wahlausganges: "Ich freue mich über das Vertrauen und Zutrauen, das sich in mei-nem Wahlergebnis niederschlägt."
Er werde sich als Innenpolitiker und in besonderem Maße als Abgeordneter, der im Bereich der Bekämpfung des Rechtsextremismus tätig sei, in die Arbeit des Fraktionsvorstandes einbringen. Er wolle an führender Stelle der SPD-Fraktion unter anderem dazu beitragen, "daß wir der Begegnung demokratiefeindlicher Bestrebungen dauerhaft und unabhängig von aktuellen Diskussionen einen hohen Stellenwert beimessen und dabei besonders die Verhinderung von Extremismus und Gewalt gerade mit Blick auf junge Menschen im Auge haben".
Künftig Mitglied im SPD-Fraktionsvorstand zu sein, bedeute ein Mehr an Verantwortung und Aufgaben. "Diese Herausforderung nehme ich gerne an", so Edathy.
Klar sei für ihn, zugleich seine Arbeit und seinen Einsatz im und für den Wahlkreis Nienburg-Schaumburg unvermindert fortzusetzen.
Umgekehrt gelte, stellt Edathy fest: "Es ist für das Gehör unserer Region in Berlin sicherlich von Vorteil, wenn ich meine Arbeit im Bundestag künftig auch als Mitglied des Vorstandes meiner Fraktion wahrnehmen kann".