Sebastian Edathy äußert Unverständnis über Schließung des Postamtes 3 in Nienburg
Mit Unverständnis hat der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy auf die Auskunft der Post AG reagiert, das Postamt 3 an der Hannoverschen Straße in Nienburg schließen zu wollen.
Auf eine schriftliche Anfrage Edathys hatte die Post AG vor wenigen Tagen erklärt, man beabsichtige "diese Filiale voraussichtlich im November 1999 in eine Postagentur umzuwandeln" (Zitat).
"Das Postfilialsterben im Landkreis Nienburg geht weiter", so Edathy. Der Abgeordnete weist darauf hin, daß in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Postämter im Landkreis geschlossen worden sind.
"Die Post tut sich selbst und ihren Kunden mit dieser Strategie der Ausdünnung des Filialnetzes keinen Gefallen", so der Abgeordnete.
Ein dichtes und stabiles Filialnetz sei vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Konkurrenzverschärfung im Postbereich ein entscheidender Wettbewerbsvorteil der Post AG.
Es sei "nicht eben weitsichtig", zu Lasten dauerhafter Kundenbindung auf kurzfristige Einsparungen zu setzen, meint Edathy: "Wer im Wettbewerb bestehen will, darf den Service nicht vernachlässigen." Die Post AG müsse sich zudem wieder stärker auf ihren Auftrag zur flächendeckenden Versorgung besinnen.
Die Umwandlung von Postfilialen in privat betriebene Agenturen sei in dieser Hinsicht kein vollwertiger Ersatz, zumal die Beständigkeit des Angebotes von Postleistungen dann weitgehend vom Interesse des Agenturbetreibers abhänge.