18.03.2004
MdB Sebastian Edathy trifft 18jährige US-Gastschülerin in Nienburg
Seit dem Sommer 2003 hat die Nienburger Familie Müller eine "zweite Tochter", eine Tochter auf Zeit: Hannah Rogers-Ganter (18) aus den USA hat für ein Jahr Aufnahme als Gastkind gefunden.
Die junge, aus der ostamerikanischen Großstadt Boston kommende Schülerin ist Teilnehmerin an einem Austauschprogramm, das der Deutsche Bundestag und der us-amerikanische Kongress vor bereits zwei Jahrzehnten ins Leben gerufen haben. Jedes Jahr reisen seitdem 400 junge Deutsche in die USA und umgekehrt 400 junge Amerikaner nach Deutschland.
Der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy hat Hannah Rogers-Ganter jetzt bei ihrer Gastfamilie im Nienburger Stadtteil Holtorf besucht, um sie als Mitglied des deutschen Parlaments zu begrüßen. Und er war begeistert: "Sinn des Programms ist, dass die Teilnehmer bereit sind, ein Jahr lang am Leben im Gastland teilzunehmen. Das hat hier mustergültig geklappt", stellt Edathy fest. Die Gastschüler sollen schließlich "keinen einjährigen Sprachurlaub machen", so Edathy, sondern in die hiesige Gesellschaft und Kultur eintauchen.
Hannah Rogers-Ganter besucht, wie ihre fast gleichaltrige Gastschwester Sandra Müller, die Oberstufe der Albert-Schweitzer-Schule. Sie fühlt sich in Nienburg sichtlich wohl, was auch an vielen in den letzten Monaten geschlossenen Freundschaften und dem herzlichen Umgang in der Gastfamilie liegt. Deshalb wird ihr nach eigenem Bekunden der im Sommer anstehende Abschied aus Deutschland nicht leicht fallen.
Im Juli wird es übrigens in Boston voraussichtlich ein Wiedersehen zwischen der Amerikanerin und dem Abgeordneten geben. Denn in Boston wird die demokratische Partei offiziell ihren Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl küren. Sebastian Edathy ist als Gast zu diesem Parteitag eingeladen - und wird Hannah Rogers-Ganter, so haben es die beiden verabredet, mitbringen.

Drei Frauen, ein Abgeordneter: Gastschwester Sandra Müller, Stipendiatin Hannah Rogers-Ganter, MdB Sebastian Edathy, Gastmutter Ingrid Müller (v.l.)