19.03.2004
MdB Sebastian Edathy appeliert an Otis
Schließungs-Entscheidung überdenken!
Der Schaumburger Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy hat an die Firma Otis appelliert, die beabsichtigte Schließung ihres Stadthäger Werkes zu überdenken.
In einem Brief an den für Zentral- und Osteuropa zuständigen Otis-Manager Jürgen Reuning bezeichnet Edathy die angekündigte Arbeitsplatzvernichtung insbesondere vor dem Hintergrund der gesunden wirtschaftlichen Situation der Firma als "völlig unverständlich". Edathy wörtlich: "Ich bin davon überzeugt, dass die alleinige Orientierung an einer Steigerung schon jetzt beachtlicher Gewinne und die damit verbundene Produktionsverlagerung in andere Länder keine nachhaltige Unternehmensstrategie ist."
MdB Sebastian Edathy wertet das derzeitige Verhalten der Firma als Vertrauensbruch gegenüber den Beschäftigten sowie der regionalen Öffentlichkeit.
Dabei gelte, so Edathy, dass die Politik auf die Standort-Entscheidung eines privaten Unternehmens zwar keine direkte Einflussmöglichkeit habe.
Zugleich könne der Firma Otis aber nicht gleichgültig sei, ob ihr Image durch den sich entwickelnden Unmut beschädigt werde. Die Firma profitiere nicht zuletzt erheblich von Aufträgen der öffentlichen Hand.
In diesem Zusammenhang hat Sebastian Edathy die Bundesbaudirektion um eine Auflistung derjenigen Baumaßnahmen des Bundes gebeten, an deren Verwirklichung die Firma Otis in den letzten zehn Jahren beteiligt gewesen ist.
Edathy wird zudem an einer am 24. März 2004 in Stadthagen stattfindenden Versammlung der Otis-Beschäftigten teilnehmen