17.05.2004
Parlamentswahl in Indien belegt Stabilität weltgrößter Demokratie
Zum Ausgang der indischen Parlamentswahlen erklärt der Vorsitzende der deutsch-indischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, der SPD-Abgeordnete Sebastian Edathy:
Am Montag ist nach dreiwöchiger Dauer die Wahl zum indischen Unterhaus (Lok Sabha) zu Ende gegangen. Mehr als 660 Millionen Menschen waren zur Wahl aufgerufen, knapp 60 Prozent machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch.
Es ist schlimm, dass seit Öffnung der Wahllokale 48 Menschen durch politische Gewalttaten ihr Leben verloren.
Aber wieder einmal hat sich gezeigt: Die indische Demokratie ist nicht nur die größte Demokratie der Welt, sie ist auch sehr stabil.
Die Tatsache, dass aller Wahrscheinlichkeit nach eine gebürtige Italienerin neue Premierministerin wird, unterstreicht zudem anschaulich die Weltoffenheit eines Landes, dessen Stärke in seiner symbiotischen Vielfalt von Kulturen, Religionen und Weltanschauungen liegt.