27.05.2004
Koalition will trassenfernen Ausbau der Bahnstrecke Haste-Minden verhindern
Gute Nachrichten für Schaumburg: Nach Lage der Dinge wird der Deutsche Bundestag noch vor der Sommerpause die Weichen für einen trassennahen Ausbau der Bahnstrecke Haste-Minden stellen.
Wie der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy mitteilt, haben SPD und Bündnis 90/Die Grünen jetzt einen Antrag ins Parlament eingebracht, mit dem der Bahn AG faktisch nur ein trasennnaher Ausbau der Strecke ermöglicht wird.
Konkret: Bisher ist im Schienenausbaugesetz vorgesehen, dass die bestehende Verbindung zwischen Seelze und Minden entweder als Ausbaustrecke oder als Neubaustrecke gestaltet werden kann. Damit wäre der Bahn AG die Verlegung zusätzlicher Gleise theoretisch sowohl trassennah (Ausbaustrecke) wie trassenfern (Neubaustrecke) möglich.
Die Koalitionsfraktionen wollen nun aber, dass für den Abschnitt zwischen Haste und Minden ausschließlich ein Ausbau möglich sein soll, nicht aber ein Neubau.
Für einen Vorstoß, im Gesetz die Neubau-Variante zu streichen und damit den trassennahen Ausbau quasi vorzuschreiben, hatte sich MdB Sebastian Edathy in den vergangenen Monaten nachdrücklich eingesetzt.
Unterstützt wurde er bei diesem Vorhaben insbesondere von seinen Mindener Bundestagskollegen Lothar Ibrügger und Steffen Kampeter.
Sebastian Edathy: "Ich freue mich sehr, dass die Koalitionsfraktionen jetzt einen entsprechenden Antrag in den Bundestag einbringen." Die Abstimmung im Plenum wird voraussichtlich in der Woche vom 28. Juni erfolgen.
"Dann ist der trassenferne Ausbau zwischen Haste und Minden vom Tisch", bekräftigt der Abgeordnete.
Dies sei nicht zuletzt ein Erfolg der vielen Bürgerinitiativen im Raum Bückeburg-Minden, die in den vergangenen Monaten mit guten Argumenten und viel Engagement für das berechtigte Anliegen eines trassennahen Streckenausbaus gekämpft haben.
"Unzumutbare Belastungen für Mensch, Natur und Umwelt können nun verhindert werden", unterstreicht MdB Edathy.
"Bei einem trassennahen Ausbau der Strecke zwischen Haste und Minden sind zudem Lärmschutz-Maßnahmen zwingend vorgeschrieben", nennt der Abgeordnete einen weiteren positiven Effekt.