08.06.2004
Wettbewerb: Visionäre gesucht! - Europa (er)leben!
MdB Edathy gratuliert Nienburger Realschülern zu zweitem Platz im Wettbewerb
Die Klasse 7c der Realschule Nienburg besteht aus "ausgezeichneten Visionären". Die Schülerinnen und Schüler wurden dafür am Wochenende in Berlin geehrt - sie haben beim SPD-Bundeswettbewerb "Visionäre gesucht! - Europa (er)leben!" den zweiten Platz errungen. Anerkennung dafür gab′s auch vom heimischen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy: "Ich freue mich sehr, dass die Nienburger Jugendlichen so gut abgeschnitten haben."
Der Anfang dieses Jahres ausgeschriebene SPD-Wettbewerb "Visionäre gesucht! - Europa (er)leben!" stieß auf enorme Resonanz: Weit über 100 Beiträge erreichten das Willy-Brandt-Haus, viele sogar aus dem Ausland. Am Wochenende zeichnete der Parteivorsitzende Franz Müntefering die fünf Bestplatzierten in Berlin aus. Mit dabei: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c der Realschule Nienburg (s. Foto).
Auf den 1. Platz kam Rene Kaufmann aus Mannheim. Seine fiktive "Tagesschau"-Sendung des Jahres 2024 wurde mit 3.000 Euro honoriert. Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Ethnologie sah darin nicht nur die Einigung Zyperns voraus, sondern auch die Gründung eines gemeinsamen israelisch-palästinensischen Staates.
Die Klasse 7c der Realschule Nienburg schaffte es mit einem gemeinsamen Aufsatz auf Rang 2. Die 25 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 13 Jahren hatten gemeinsam überlegt, was sich in den kommenden 20 Jahren alles ändern könnte. Die Jury belohnte neben dem Ergebnis auch sein Zustandekommen: Im Begleitbrief hatten die Kinder beschrieben, dass sich gerade in Deutsch schwächere Schüler als besonders kreativ und geschickt im Umgang mit dem Computer erwiesen. Die Schülerinnen und Schüler konnten ein Preisgeld von 1.500 Euro in Empfang nehmen.
"Europa von A - Z" heißt der Beitrag von Steffen de Cassandro. Der Jugendbetreuer aus Köthen in Sachsen-Anhalt schaffte es mit seiner abwechslungsreichen Darstellung der künftigen Europäischen Union auf Platz 3; dafür bekam auch er 1.500 Euro.
Eine European School of Integration in Graz sah Hendrik Loven voraus. In seinem fiktiven Radiobeitrag interviewte der Rheinländer sowohl eine deutsche Schülerin als auch die polnische Lehrerin und den französischen Schulleiter. Lovens These "Gemeinsamkeit erreicht man vor allem durch Bildung" wurde mit 1.000 Euro belohnt.
Auf Platz 5 kam Roy Gündel aus Berlin. Er hatte ein Essay über die Kraft der Europäischen Verfassung eingereicht.
Müntefering hob in seiner Rede die hohe Qualität der eingereichten Beiträge hervor. Sie seien Beweis dafür, dass junge Menschen an Europa interessiert sind. Auch sei das friedliche Europa mit allen seinen Möglichkeiten für die jüngere Generation inzwischen selbstverständlich.
"Mich freut, dass eine preisgekrönte Vision Europas aus unserer Region stammt", so der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy: "Mir zeigt dies, dass auch vielen jungen Menschen die Bedeutung Europas sehr wohl bewusst ist."
Der Europaabgeordnete Bernd Lange wird übrigens am Donnerstag (10. Juni 2004) die Realschule Nienburg besuchen und die Klasse 7c zum Eisessen einladen.