25.06.2004
Landessuperintendent auf Visitation bei Edathy
Foto:Die Rehburger Kirche im Blick: Bundestagsabgeordneter und Pastorensohn Sebastian Edathy (re) auf dem Balkon seiner Wohnung im Gespräch mit Landessuperintendent Arend de Vries.

Rehburg. "Die Arbeit der Kirchen macht einen großen Teil des Kitts in unserer Gesellschaft aus." Bundestagsabgeordneter Sebastian Edathy sitzt in seinem Rehburger Arbeitszimmer mit Arend de Vries, Landessuperintendent im Sprengel Calenberg-Hoya, als Gesprächspartner. Eine Woche ist de Vries im Kirchenkreis Stolzenau-Loccum unterwegs. Trifft sich mit Pastoren, ehrenamtlichen Mitarbeitern der Gemeinden, führt Gespräche in Schulen, in der Bad Rehburger Fachabteilung und mit den Bürgermeistern der Gemeinden des Kirchenkreises.
Diese Visitationen der Kirchenkreise des Sprengels gehören zu seinen Aufgaben. "Genau schauen, was läuft. Loben, wo es gut ist. Und kritisch sehen, ob es irgendwo knirscht", so beschreibt de Vries diese Wochen. Auch das Gespräch mit Edathy gehört dazu. Wie sind die Verbindungen von Kirche und Politik, wo können sie gemeinsam arbeiten, wo sich ergänzen, sind die Fragen.
"Die Kirche steht auf der Seite derer, die in der Gesellschaft zu kurz kommen", sagt de Vries. Damit ist für ihn Bildung ein gemeinsamer Anknüpfungspunkt. Auch wenn eher in Hannover als in Berlin über schulische Bildungspolitik entschieden werde, verfolge er die Entwicklungen doch mit großem Interesse, meinte Edathy. Die Haupt- und Realschule in Rehburg-Loccum habe sich darum beworben, mit Unterstützung aus Bundesmitteln in eine Ganztagsschule umgewandelt zu werden, die Entscheidung stünde allerdings noch aus. "Die Kirche unterstützt solche Schulen bereits jetzt", führte de Vries an. In einigen Schulen innerhalb seines Sprengels gäbe es Angestellte der Kirche, die den jungen Menschen ganz gezielt mit Erlebnispädagogik Werte vermittelten. "Man muss doch deutlich machen, dass es nicht nur darum geht zu fragen ‚Was kommt mir persönlich zugute?’ Jeder kann sich nach seinen individuellen Möglichkeiten ehrenamtlich betätigen und jeder kann aus dieser Arbeit für das Gemeinwohl auch wieder persönliche Vorteile ziehen", sagt de Vries. Edathy nickt zustimmend.
Das Gespräch fasst de Vries so zusammen: "Wenn Herr Edathy mal meint, er bräuchte einen, dann gibt’s da einen!" Ein erster Dialog mit dem Angebot zu weiteren.