20.03.2003
Bundesverkehrswegeplan: B6-Ausbau kommt
Ampel für B6-Ausbau steht auf Grün Edathy sieht aber insgesamt noch Gesprächsbedarf
Im Herbst dieses Jahres wird der Bundestag einen neuen Verkehrswegeplan verabschieden. Dieser legt fest, welche Verkehrsprojekte des Bundes (vor allem: Strasse und Schiene) bis zum Jahr 2015 bzw. danach verwirklicht werden sollen.
Jetzt hat das Bundesverkehrsministerium einen Entwurf vorgelegt, der zunächst mit den Bundesländern beraten, dann in überarbeiteter Form vom Bundeskabinett beschlossen und nach nochmaliger Überarbeitung in der zweiten Jahreshälfte vom Bundestag in Form eines Gesetzes verabschiedet wird.
Was bedeutet das für den Landkreis Nienburg?
Der vorliegende Entwurf des Bundesverkehrswegeplans unterscheidet zwischen Projekten des "Vordringlichen Bedarfs", die geplant und gebaut werden dürfen, und Projekten des "Weiteren Bedarfs", deren Notwendigkeit anerkannt, deren Verwirklichung voraussichtlich aber nicht innerhalb der nächsten zehn Jahre möglich sein wird.
B6-Ausbau bekommt Vorrang
In den "Vordringlichen Bedarf" aufgenommen werden soll nach Ansicht des Bundesverkehrsministeriums der Ausbau der B 6 zwischen Nienburg und Neustadt.
Vier Kreis-Nienburger Projekte im "Weiteren Bedarf"
Für den "Weiteren Bedarf" schlägt das Ministerium vier weitere Bauvorhaben vor: Die Ortsumgehungen Leese und Landesbergen (B 215) und die Verbindungen zwischen Rohrsen (B 209) und Erichshagen (B 214) bzw. zwischen Erichshagen (B 214) und Nienburg (B 6).
Edathy sieht Gesprächsbedarf
Insbesondere mit Blick auf die Ortsumgehungen Leese und Landesbergen sieht der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy "noch einigen Gesprächsbedarf".
Beide Maßnahmen seien für die Region wichtig. Ziel müsse es sein, im Zuge der anstehenden Beratungen eine bessere Berücksichtigung beider Projekte zu erreichen.
Edathy will sich in dieser Hinsicht in den kommenden Wochen für Veränderungen der vorliegenden Vorschläge einsetzen und dabei auch Kontakt zu den hiesigen Landtagsabgeordneten herstellen.
Sehr erfreulich sei das positive Votum des Verkehrsministeriums für den B 6-Ausbau. Nachdem das Planfeststellungsverfahren für den vierspurigen Ausbau im letzten Jahr abgeschlossen wurde, sei nach den noch in dieser Woche abgeschlossenen Beratungen des Bundeshaushaltes das Land gefordert, die Baumaßnahmen schnellstmöglich einzuleiten. Sebastian Edathy wird diesbezüglich Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium in Hannover aufnehmen.
Erfreulich für den Ausbau der regionalen Schienenwege sei, dass der Bund die Bahnstrecke zwischen Nienburg und Minden zweigleisig ausbauen wolle. Dies sei als ein deutliches Signal dafür zu werten, dass der Erhalt der Verbindung Nienburg-Leese-Minden für den öffentlichen Personenverkehr als gesichert betrachtet werden könne.