03.07.2003
Bundesregierung: Ausbau der Bahnstrecke Wunstorf-Minden soll in den "vordringlichen Bedarf"
Als "sehr sinnvoll" bezeichnet der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy einen Beschluss des Bundeskabinetts vom Mittwoch, wonach der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Wunstorf und Minden komplett als vorrangiges Vorhaben in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden soll.
Das Bundesverkehrsministerium hatte noch vor wenigen Monaten vorgeschlagen, die Strecke in zwei Abschnitte (Seelze-Haste und Haste-Minden) aufzuspalten und den zweiten Teil der Strecke erst nach dem Jahr 2015 baulich in Angriff zu nehmen.
Bahn AG, Landesregierung und Edathy hatten hingegen dafür plädiert, das Vorhaben als Einheit zu betrachten und umzusetzen.
Dem trägt der Kabinettsbeschluss Rechnung, indem nunmehr die gesamte Maßnahme als vordringlich eingestuft wird.
Da die konkrete Trassenführung erst am Ende des noch zu eröffnenden Raumordnungsverfahrens bestimmt werde, enthält der Bundesverkehrswegeplan hierzu keine Angaben.
Gemeinsam mit seinem Mindener Bundestagskollegen Lothar Ibrügger hat Sebastian Edathy allerdings stets darauf hingewiesen, dass aus regionaler Sicht nur ein trassennaher Ausbau in Frage kommen könne.
In diesem Sinne führte Edathy am (heutigen) Donnerstag in Berlin erneut Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Bahn AG.
Über die zeitlichen Vorgaben für das Projekt (Volumen: ca. 900 Millionen Euro) entscheidet der Bundestag im Herbst. "Dabei", so Edathy, "wird auch der bis dahin erreichte Planungsstand eine Rolle spielen".