18.07.2003
′Know-How-Transfer′
Schaumburger Wirtschaftsjunior hospitierte bei MdB Edathy in Berlin
Der Berufsalltag von Ralf Stahlhut ist von seiner Arbeit als Chef-Anästhesist im Bückeburger Krankenhaus geprägt.
Für drei Tage hat der Heeßer Bürger jüngst aber seine Zelte in Berlin aufgeschlagen, um ein Praktikum im Büro des heimischen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy zu absolvieren.
Als Mitglied der Schaumburger Wirtschaftsjunioren machte Stahlhut damit von einem Angebot des Bundesverbandes der Wirtschaftsjunioren Gebrauch. Dieser organisiert seit Jahren zusammen mit dem Bundestag einen "Know-How-Transfer": Jedes Jahr kommen gut 250 Wirtschaftsjunioren nach Berlin, um bei jeweils einem Abgeordneten Einblick in die Parlaments-Abläufe zu nehmen.
Ralf Stahlhut machte bei MdB Sebastian Edathy Station.
So konnte er in Begleitung Edathys bei einer Sitzung der SPD-Fraktion Bundeskanzler Schröder "live" erleben und an einer Sitzung des Innenausschusses teilnehmen, dem Edathy angehört. Auch einer internen Besprechung zwischen niedersächsischen SPD-Abgeordneten und SPD-Generalsekretär Olaf Scholz konnte Stahlhut beiwohnen.
Beeindruckt war Stahlhut vor allem von der Fülle unterschiedlicher Aufgaben, die ein Bundestagsabgeordneter wahrzunehmen hat: Vom Besuchergruppen-Empfang über die Bearbeitung von Bürgereingaben bis zur Vorbereitung von Gesetzesvorhaben reichen die Zuständigkeiten. Der Tag in Berlin beginnt spätestens um 8 und endet frühestens um 21 Uhr.
"Vielseitig, interessant und mit enormem Aufwand verbunden" sei die Arbeit eines Abgeordneten, so Stahlhut.
Der "Know-How-Transfer" dient vor allem der Verbesserung des Verständnisses zwischen Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft. Edathy und Stahlhut stellten übereinstimmend zufrieden fest, dass durch die drei gemeinsamen Arbeitstage in Berlin diesem Ziel Rechnung getragen werden konnte.