16.08.2003
MdB Sebastian Edathy im Bundestagsauftrag in Indien
Auf Dienstreise nach Indien begibt sich vom 19. bis 29. August 2003 der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy.
Edathy ist seit Jahresbeginn Vorsitzender der deutsch-indischen Parlamentariergruppe des Bundestages, der insgesamt 27 Abgeordnete aller Fraktionen angehören, und die sich der Pflege des Kontaktes zwischen beiden Ländern widmet.
Edathys Reise ist ein Ergebnis des Staatsbesuches von Bundespräsident Johannes Rau in Indien im Frühjahr, an dem Edathy teilgenommen hatte.
Damals wurden zahlreiche Maßnahmen zur Vertiefung der Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturbeziehungen vereinbart, die jetzt schrittweise umgesetzt werden sollen.
In der indischen Hauptstadt New Delhi und in der Hauptstadt des südindischen Bundesstaates Kerala (Trivandrum) wird MdB Edathy insbesondere mit hochrangigen Parlaments- und Regierungsvertretern sowie mit führenden Vertretern der indischen Wirtschaft zusammenkommen. Ergänzt wird das Programm durch Besprechungen mit dem deutschen Botschafter und den Botschaftsmitarbeitern bzw. Vertretern des deutschen Generalkonsulats in Süd-Indien.
Insbesondere drei Themen werden im Mittelpunkt der Edathy-Reise stehen:
- Die Ausweitung des akademischen Austausches mit dem Ziel, in beiden Ländern im gemeinsamen Interesse mehr Gaststudenten aus dem jeweils anderen Staat aufzunehmen.
- Die Anbahnung und Unterstützung von gemeinsamen Wirtschaftsprojekten, z.B. im Bereich der Agrar- und Fischereiindustrie, nicht zuletzt im Interesse der Sicherung deutscher Arbeitsplätze. Das Volumen des deutsch-indischen Handels ist im Vergleich z.B. mit den deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen bislang eher gering.
- Die Vorbereitung von Kulturveranstaltungen in Indien, die ein zeitgemässes Deutschland-Bild vermitteln sollen.
Was den letzten Punkt betrifft, so hat MdB Sebastian Edathy der deutschen Botschaft in Indien und der indischen Regierung vorgeschlagen, die Hannoveraner Rockgruppe "Scorpions" zu Konzerten mit erschwinglichen Eintrittspreisen nach Indien einzuladen und im Vorprogramm einen bekannten deutschen Interpreten mit familienbiographischer Indien-Beziehung auftreten zu lassen (Xavier Naidoo oder Sabrina Setlur).
"Über Deutschland wird in indischen Medien meistens dann berichtet, wenn es Übergriffe von Rechtsextremisten gibt", erläutert Edathy. "Eine solche Konzertveranstaltung würde unterstreichen, dass Deutschland bei allen Problemen ein modernes und weltoffenes Land ist."
Edathys Idee wurde bereits im Vorfeld von offizieller Seite mit viel Zustimmung aufgenommen, da für die Qualität der Beziehungen zwischen Ländern auch das Ansehen wichtig ist, das diese wechselseitig in der Bevölkerung geniessen. In Gesprächen mit der deutsch-indischen Handelskammer will Edathy Sponsoren für die Verwirklichung seines Vorschlages gewinnen.