11.09.2005
Kulturausschuss-Vorsitzende des Bundestages und MdB Edathy: Wilhelm Buschs Heimat Wiedensahl bekannter machen!
Die Vorsitzende des Kulturausschusses des Bundestages, Monika Griefahn, besuchte jetzt gemeinsam mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy das Geburtshaus von Wilhelm Busch in Wiedensahl.
Griefahn war einer Einladung Edathys gefolgt, zusammen mit der Leiterin der Einrichtung, Gudrun Frommhage, und mit dem Vorsitzenden des Fördervereins, Gerhard Dreyer, über die Frage zu sprechen, wie die Lebens- und Wirkungsstätte eines der größten deutschen Humoristen, Zeichner und Maler stärker in das Blickfeld der überregionalen Öffentlichkeit gerückt werden kann.
Jährlich 10.000 Besucher zählt das Wilhelm-Busch-Haus zur Zeit, viele von ihnen Schüler aus der Region Schaumburg-Nienburg-Minden. Ziel des Fördervereins ist, die Zahl der erwachsenen Gäste in den kommenden Jahren deutlich zu steigern.
Monika Griefahn und Sebastian Edathy waren beeindruckt davon, dass seit einiger Zeit als Leihgabe des Wilhelm-Busch-Museums Hannover eine Reihe von Original-Arbeiten des Künstlers und Menschenfreundes in wechselnder Ausstellung in Wiedensahl gezeigt werden. Auch die laufenden Umbauarbeiten im Geburtshaus, mit denen zusätzlicher Platz für Darstellungen zum Leben und Wirken Buschs und für die Arbeit mit Besuchergruppen geschaffen werden, fanden Lob und Anerkennung der beiden Bundestagsabgeordneten.
Sebastian Edathy regte gegenüber seiner Kollegin Monika Griefahn an, auf Bundesebene einen derzeit noch nicht vorhandenen Internet-Kulturkalender einzurichten, in dem auch auf die Ausstellungen von Busch-Originalen in Wiedensahl hingewiesen werden könnte.
Fördervereinsvorsitzender Gerhard Dreyer sprach zudem zwei weitere Themen an: Den Wunsch nach einem Autobahnschild, mit dem an der A2 auf das Schaumburger Land als Heimat Wilhelm Buschs hingewiesen werden sollte. Und die Frage, wie die Aussichten erhöht werden könnten, dass im Jahr 2008 anlässlich des 100. Todestages von Wilhelm Busch eine Sonderbriefmarke erscheint.
MdB Sebastian Edathy notierte sich beide Anregungen. Da für die Auswahl von Briefmarken-Motiven ein aus Bundestagsabgeordneten bestehender Beirat bestehe, werde er dieses Thema bereits zu Beginn des kommenden Jahres gegenüber diesem Beirat schriftlich vorbringen. Edathy: "Es gibt keinen Grund, warum man den 100. Todestag von Wilhelm Busch und damit ihn selbst nicht mit einer Sonderbriefmarke ehren sollte." Die mit der öffentlichen Vorstellung einer solchen Briefmarke stets verbundene und bundesweite Wirkung entfaltende Präsentation könnte dann problemlos mit einem Hinweis auf das Schaumburger Land und insbesondere Wiedensahl verknüpft werden.
Mit Blick auf ein Autobahnschild will Edathy Kontakt zu den zuständigen Behörden aufnehmen. Der Abgeordnete: "Es wäre für die ganze Region ein Gewinn, wenn wir mit gutem Grund die Reisenden auf der A2 darauf hinwiesen, dass sie durch eine Gegend fahren, die einen der größten deutschen Künstler hervorgebracht hat."
MdB Monika Griefahn sicherte in beiden Fragen ihre volle Unterstützung zu, um, so Griefahn, "Wiedensahl als Heimat von Wilhelm Busch noch bekannter als schon jetzt zu machen".