Meldung von Reuters vom 16. November 2005
Zeitung - SPD hat Staatssekretär-Posten verteilt
Eine Woche vor der Vereidigungder neuen
Bundesregierung werden bei den Sozialdemokraten die Posten in der
zweiten Reihe verteilt. Wie die ′Berliner Zeitung′ (Mittwochausgabe) aus
SPD-Kreisen erfuhr, stehen inzwischen die meisten parlamentarischen
Staatssekretäre, die stellvertretenden Fraktionschefs und die
Ausschussvorsitzenden fest. So gelte es als ausgemacht, dass der
bisherige Fraktionsvize Gernot Erler und der Europa-Experte Günter
Gloser zu Staatsministern im Auswärtigen Amt würden, berichtet das Blatt
in seiner Internetausgabe. Im Umweltministerium seien der langjährige
Umweltpolitiker Michael Müller und die saarländische Abgeordnete Astrid
Klug als parlamentarische Staatssekretäre vorgesehen. Als
aussichtsreicher Kandidat für das Amt des
Entwicklungshilfe-Staatssekretärs gelte der 37-jährige Hanauer
Abgeordnete Sascha Raabe. In den meisten Ministerien, die weiter von
SPD-Ministern geführt werden, herrscht dem Blatt zufolge jedoch
Kontinuität. So verlautet aus der SPD, dass der neue Finanzminister Peer
Steinbrück die parlamentarischen Staatssekretäre seiner Vorgänger
übernehmen wolle, die Finanzexpertin Barbara Hendricks und den
Steuerfachmann Karl Diller. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt halte an
Marion Caspers-Merk fest. Im Justizministerium bleibe aller Voraussicht
nach Alfred Hartenbach Staatssekretär; und im Bereich Bau und Verkehr
gelten dem Blatt zufolge die beiden Amtsinhaber Iris Gleicke und Achim
Großmann ebenfalls als die wahrscheinlichsten Kandidaten. Auch der
künftige Arbeitsminister Franz Müntefering will sich nach Informationen
der Zeitung auf den Sachverstand aus der letzten Legislaturperiode
stützen. Für den Arbeitsmarkt solle in seinem Ministerium weiter der
Arbeitsmarktexperte Gerd Andres zuständig sein. Die Rentenpolitik, die
Müntefering aus dem Gesundheitsministerium herausgetrennt und zu sich
geholt hat, werde weiterhin von Franz Thönnes betreut. Zusätzlich wolle
Müntefering offenbar den bisherigen SPD-Bundesgeschäftsführer Kajo
Wasserhövel zum beamteten Staatssekretär machen. Fast genauso wichtig
für die SPD sei die Besetzung der übrigen Posten im Parlament, meldete
die Zeitung. Aus Parteikreisen erfuhr sie, dass die bisherigen
Vize-Fraktionsvorsitzenden Angelica Schwall-Düren, Nicolette Kressl,
Joachim Poß und Ludwig Stiegler im Amt bleiben sollten. Neu aufrücken
würden Ulrich Kelber (Umwelt), Fritz-Rudolf Körper (Innen), Walter
Kolbow (Außen und Verteidigung) und Stephan Hilsberg (Verkehr und Aufbau
Ost). Den Vorsitz des Wirtschaftsausschusses solle die bisherige
Bildungsministerin Edelgard Bulmahn übernehmen, den Bildungsausschuss
Ulla Burchardt, den Familienausschuss Kerstin Griese, den
Umweltausschuss vermutlich Monika Griefahn. Umstritten sei noch der
Vorsitz des Innenausschusses zwischen Sebastian Edathy und dem
bisherigen SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter.