24.07.2007
MdB Edathy besucht Nienburger Spedition Göllner
Den Beginn der sitzungsfreien Zeit des Bundestages hat der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy auch in diesem Jahr genutzt, eine Woche lang Betriebe und Einrichtungen in den Landkreisen Nienburg und Schaumburg zu besuchen. Im Rahmen seines inzwischen traditionellen "Sommerpraktikums" hospitierte Edathy unter anderem einen Tag bei der Nienburger Spedition Göllner.
Während Edathy vormittags die Verwaltungsabläufe der 100-Mitarbeiter-Firma kennenlernte, war er am Nachmittag im Regallager tätig und nutzte zudem die Möglichkeit zum Gespräch mit der Betriebsleitung.
"Deutlich vielschichtiger als erwartet", so Edathy, habe sich für ihn die Arbeit der Firma dargestellt. Neben der Organisation von Umzügen, auch über die nationalen Grenzen hinweg, mache die Firma "eigentlich alles, um Güter von A nach B zu bringen". Zum Beispiel von Johannesburg nach Nienburg, als es an Edathys Praktikumstag darum ging, Rohmaterial für die BASF-Produktion von Südafrika an die Weser zu befördern.
Beeindruckt war Edathy von der guten Vernetzung der Firma Göllner mit 60 anderen mittelständischen Speditionen in ganz Deutschland, die durch den Aufbau eines gemeinsamen Kooperations-Netzes ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Speditions-Giganten wahren, zugleich aber den regionalen Bezug behielten und den persönlichen Kontakt zum Kunden nicht aus den Augen verlören - "eine gute Idee", unterstreicht Edathy.
Dass das Lagerwesen einer Spedition heutzutage deutlich komplizierter ist, als vom Laien gemutmaßt wird, auch davon konnte sich Edathy ein persönliches Bild machen. "Da viele Firmen Lagerkapazitäten abgebaut haben, übernehmen die Speditionen zunehmend eine Art Zwischen-Lagerhaltung", so der Abgeordnete. Die Folge: Gute Planung sei unabdingbar, Abholung und Anlieferung von Waren müssten zeitlich präzise organisiert werden. Der Vorteil für die Speditionen: Bei guter Arbeit wachse die Verbindung zum Kunden, verringere sich die Wahrscheinlichkeit, bestehende Aufträge zu verlieren.
Er habe "eine gut aufgestellte, gut arbeitende Firma kennengelernt, in der zudem das Betriebsklima stimmt", so das Fazit von Edathys Göllner-Besuch. Es war übrigens nicht der erste Kontakt Edathys zur Spedition Göllner: Das Unternehmen hatte vor einigen Jahren den privaten Umzug Edathys von Blenhorst nach Rehburg organisiert.

Anlage (Foto):
Wie regelt man einen Transport von Edelmetallen für BASF von Südafrika nach Nienburg? Die Göllner-Mitarbeiter erklären MdB Sebastian Edathy, wie das geht.