02.08.2007
MdB Edathy informiert sich bei AWO Schaumburg
Mehrere Stunden Zeit nahm sich jetzt der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy, Vorsitzender des Innenausschusses, für einen Besuch in der Kreisgeschäftsstelle der Schaumburger Arbeiterwohlfahrt (AWO).
Im Mittelpunkt des Gespräches standen die Beratungsleistungen der AWO für Zuwanderer.
In der Unterredung mit Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske und Flüchtlingsberater Stephan Hartmann wies Edathy auf aktuelle Entscheidungen des Bundestages hin: Die anstehende Bleiberechtsregelung für langjährig in Deutschland lebende Flüchtlinge (alleinstehende Personen: mindestens acht Jahre, Familien: mindestens sechs Jahre) werde in Schaumburg voraussichtlich von 200 Menschen in Anspruch genommen werden können. Es komme nun darauf an, dass die potenziell Betroffenen entsprechend informiert und auf die Neuregelung hingewiesen würden. Diese sei vernünftig, weil gut integrierten, schon viele Jahre hier beheimateten Menschen damit eine Lebensperspektive aufgezeigt würde und diese künftig selber für ihren Unterhalt sorgen könnten.
Zudem berichtete Sebastian Edathy, dass fraktionsübergreifend im Bundestag angestrebt werde, die Dauer der sogenannten Integrationskurse zu verlängern. Diese Kurse wurden 2005 eingeführt und umfassen bisher 600 Stunden Sprachunterricht und 30 Stunden Gesellschaftskunde. Ziel sei, für einen besseren Erfolg der Kurse diese künftig 900 Stunden umfassen zu lassen. In Schaumburg sind es vor allem die Volkshochschulen, die als Kursträger tätig sind.
Sebastian Edathy nutzte seinen Besuch bei der AWO zudem, um als Zuhörer an einigen Beratungsgesprächen teilzunehmen. Dabei ging es vor allem um Fragen der Einbürgerung und um Probleme mit einigen Herkunftsländern, die die Ausstelllung von Dokumenten für ihre in Deutschland lebenden Staatsangehörigen verzögern.
Edathy betonte zum Abschluss seines Besuches, er habe einen "guten Eindruck von der hoch qualifizierten Beratungsarbeit der AWO" gewonnen. Er bot zugleich an, in Einzelfällen gerne im Rahmen seiner Möglichkeiten als Vorsitzender des Innenausschusses behilflich zu sein.

Anlage (Foto):
Gemeinsames Gespräch in Stadthagen: AWO-Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske, MdB Sebastian Edathy und AWO-Flüchtlingsberater Stephan Hartmann (v. links)