26.08.2009
SPD-Experte fordert "Ampelkennzeichnung" für Lebensmittel
Aufmerksame Zuhörer hatte jetzt der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch, der auf Einladung seines heimischen Parlamentskollegen Sebastian Edathy zu einem Vortrag in das Naturfreundehaus nach Nienburg gekommen war. Das Thema: Besserer Verbraucherschutz.
Miersch, der sich im Bundestag schwerpunktmäßig um dieses Thema kümmert, verwies auf Erreichtes und noch zu verwirklichende Ziele.
So sei es durch eine Änderung des Gentechnikgesetzes seit 2008 möglich geworden, dass Erzeugnisse wie Milch, Eier oder Fleisch mit dem Siegel "Ohne Gentechnik“ gekennzeichnet werden können, wenn sie von Tieren stammen, die nicht mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden. Zugleich fehle aber ein einheitliches, für die Verbraucher wiedererkennbares Siegel. Ziel der SPD sei zudem eine Erweiterung der Verbraucher-Informationsrechte gegenüber den Lebensmittel-Herstellern.
Von besonderer Bedeutung, das unterstrichen auch Wortmeldungen der Gäste der Veranstaltung, sei die von der SPD angestrebte Einführung der sogenannten Ampelkennzeichnung der Bestandteile von Lebensmitteln (zum Beispiel Fett, Zucker und Salz) auf den Lebensmittelverpackungen: Grün bedeutet, dass eine geringe Menge des betreffenden Nährstoffs im Produkt enthalten ist – unter diesem Gesichtspunkt kann von diesem Lebensmittel also reichlich gegessen werden.Gelb steht für einen mittleren Gehalt an Nährstoffen, etwa Fett oder Zucker, und empfiehlt den Genuss in Maßen.Rot weist auf einen hohen Anteil des jeweiligen Stoffes hin und regt einen sparsamen Verzehr an. MdB Edathy: "Eine solche Kennzeichnung würde Übersichtlichkeit schaffen. Wer sich im Supermarkt eine Packung Scheibenwurst kauft, kann dann - wenn er möchte - unter Gesundheitsaspekten schneller eine Auswahl treffen."
Auch die Einführung eines Aufklebers, der an Betriebe und gastronomische Einrichtungen vergeben wird, die bei der amtlichen Lebensmittelkontrolle eine überdurchschnittliche Qualität und Hygiene nachgewiesen haben, gehört zu den Forderungen, für die sich Matthias Miersch in Nienburg stark machte.
"Worauf es ankommt, ist größtmögliche Transparenz und Informationsmöglichkeit für Käufer und Verbraucher von Lebensmitteln", so Sebastian Edathy zum Abschluss der Diskussionsrunde.
Anlage (Foto):
Diskutierten in Nienburg über das Thema Verbraucherschutz: Die SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Miersch (links) und Sebastian Edathy