31.08.2009
Vorsitzender der Türkischen Gemeinde Deutschlands referiert auf Edathy-Einladung am Freitag in Stadthagen
"Integration heißt Teilhabe - von der Ausländer- zur Gleichstellungspolitik". So lautet der Titel einer Veranstaltung, zu der der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy für Freitag, 4. September, um 19.00 Uhr in den Ratskeller Stadthagen (Am Markt 1) einlädt.
Gastreferent ist Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Er wird über die Chancen einer modernen Integrationspolitik reden.
Edathy: "Allen tatsächlichen oder vermeintlichen Schwierigkeiten zum Trotz leben Menschen unterschiedlicher Herkunft in Deutschland überwiegend friedlich zusammen. Die Bundesrepublik sollte aber die Potentiale und Ressourcen besser nutzen, die eine Einwanderungsgesellschaft bietet. Dies erfordert eine Neuorientierung." Es seit Zeit, "die Ausländerpolitik zu einer Gleichstellungspolitik weiterzuentwickeln".
Edathy weiter: "Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der es keine verantwortbare Alternative gibt. Integration bedeutet ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher nationaler, kultureller oder religiöser Herkunft, das von gegenseitiger Akzeptanz, Respekt und Toleranz geprägt ist. Rechtsgleichheit und gleiche Teilhabechancen an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen sowie im Bildungswesen und in der Arbeitswelt sind dafür die Grundvoraussetzung."
Die »Türkische Gemeinde in Deutschland« (TGD) wurde zur Wahrnehmung der Belange und Interessen türkischstämmiger Bürgerinnen und Bürger 1995 gegründet. Die TGD ist eine bundesweite Dachorganisation und repräsentiert 270 Einzelvereine.
Anlage (Foto):
Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland