08.09.2009
Am Freitag Filmvorführung und Diskussion mit Mo Asumang, Andrea Nahles und Sebastian Edathy
Eine besondere Veranstaltung findet am Freitag, 11. September, ab 19.30 Uhr im Nienburger Filmeck (Brückenstraße 2) statt.
Die Fernsehmoderatorin und Schauspielerin Mo Asumang zeigt ihren im letzten Jahr für den Grimme-Preis nominierten Film "Roots Germania" und diskutiert im Anschluss mit der stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden Andrea Nahles und dem heimischen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy, Vorsitzender des Innenausschusses, über das Thema Rechtsextremismus-Bekämpfung.
Der Eintritt ist frei.
Mit der Textzeile "Die Kugel ist für Dich, Mo Asumang!" rief die Neonazi-Band "White Aryan Rebels" in einem Hetzsong zum Mord an der Fernsehmoderatorin und Schauspielerin auf. Dieser Schock inspirierte sie zu einer filmischen Spurensuche.
Auf ihrer Recherche-Reise versuchte Mo Asumang, die Ursachen des Fremdenhasses und der Ausgrenzung von Migrantinnen und Migranten zu ergründen. Ein Aufenthalt in Ghana, woher ihr Vater stammt, öffnete ihr die Augen für einen ganz neuen Weg, den Rassismus und Germanenkult deutscher Neonazis zu hinterfragen. In Deutschland interviewte sie Rechtsextremisten, besuchte deren Veranstaltungen und traf Aussteiger aus der Szene.
Sie begab sich auf eine intensive, aber immer wieder auch ironisch-humorvolle Reise, die nicht nur dazu führte, ein persönliches Trauma abzulegen, das durch Vorurteile, Hass und Furcht zustande kam.
Sebastian Edathy: "Dieser sehenswerte Film macht das Phänomen Rechtsextremismus und seine Ursachen und Folgen sehr anschaulich."
Programm
19.30 Uhr: Begrüßung durch Mo Asumang
19.40 Uhr: Filmvorführung von "Roots Germania"
Anschließend: Publikums-Diskussion mit Mo Asumang, Andrea Nahles und Sebastian Edathy
22.00 Uhr: Ende der Veranstaltung
Fotos:
- Mo Asumang
- Andrea Nahles, MdB
