09.09.2009
Vorsitzender der türkischen Gemeinde in Deutschland und MdB Edathy beeindruckt von Konzept in Rehburger Moschee
"Sie leisten hier gute Arbeit für die Integration." Vorzeigefähig ist für den heimischen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy die Arbeit der DITIB-Moschee in Rehburg. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der TGD, der "Türkischen Gemeinde in Deutschland", Kenan Kolat, besuchte er die Moschee und informierte sich über die Arbeit der Rehburger Gemeinde.
Mit einigem Stolz zeigte Zekayi Aydin, Vorsitzender der Türkisch-islamischen Gemeinde zu Rehburg-Loccum die Räume, die die Mitglieder in vielen Jahren und größtenteils in Eigenleistung ausgebaut haben. Ein Versammlungsraum, Gebetsräume, ein Spielzimmer für Kinder, die Küche und auch das Klassenzimmer führte er vor. Zehn Frauen bekämen dort derzeit Deutsch-Unterricht, berichtete er. Um optimale Voraussetzungen für die Frauen zu schaffen, würden nebenan deren Kinder betreut. Frauen unterschiedlicher Nationen und unterschiedlicher Konfessionen seien es, die dort die Schulbank drückten, um ihren Integrationsprozess voran zu bringen – ebenso wie bei dem Nachhilfe-Unterricht für Kinder, der nachmittags in dem Klassenraum angeboten werde. Dort seien auch deutsche Kinder dabei – Integration werde so auf mehreren Ebenen betrieben und der Kontakt zu der deutschen Bevölkerung gesucht.
"Vorbildlich" nannte Edathy diese Arbeit, auch Kolat zeigte sich beeindruckt. Prächtigere Moscheen als die kleine Rehburger, die in einem Wohngebiet nahezu versteckt liegt, gebe es wohl, mehr komme es aber darauf an, dass Türken und Deutsche, ebenso wie Menschen unterschiedlicher Konfessionen, den Weg einer friedlichen Gemeinschaft gehen.
Foto:
Kenan Kolat, Sebastian Edathy, Zekayi Aydin sowie Mitglieder der Rehburger DITIB im Versammlungsraum der Moschee (v. rechts)