17.09.2009
Edathy und Hamburgs Altbürgermeister Runde besuchten Jobcenter Stadthagen
Wo liegen die Probleme des Schaumburger Arbeitsmarktes? Über diese Frage haben der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy und Ortwin Runde, ehemaliger Hamburger Bürgermeister und Edathys Kollege in den SPD-Bundestagsfraktion, jetzt im Jobcenter Stadthagen gesprochen.
Neben Jobcenter-Leiter Michael Stemme ebenfalls dabei: Die für Schaumburg zuständige Leiterin der Arbeitsagentur Hameln, Ursula Rose, und ihr Stellvertreter Henrik Steen.
Die Zahl der Arbeitslosen, wusste Rose zu berichten, sei derzeit niedriger als vor einem Jahr. Dies liege vor allem daran, "dass der Strukturwandel in Schaumburg schon seit geraumer Zeit läuft".
Als politisch guten Ansatz bezeichnete Runde die Förderung von Gebäudesanierungen vor Ort mit dem Konjunkturpaket. Rose bestätigte dies und führte aus, dass in der Handwerkerschaft eine durchaus gute Stimmung herrsche. Auch das verlängerte Kurzarbeitergeld zeige Wirkung, Stellen würden entsprechend aber deutlich im Bereich der Beschäftigung von Leiharbeitnehmern gestrichen.
Bekümmert blickte Jobcenter-Chef Stemme auf die ungewisse Zukunft der ARGEn. Unruhe mache sich langsam bei den Mitarbeitern breit, meinte er. Edathy sagte, er habe den Eindruck, dass die ARGEn gute Arbeit leisteten, und die solle auch weiter geführt werden. Leider habe dies die CDU bislang verhindert. "Egal wie die Mehrheiten im Parlament nach der Wahl aussehen werden – in diesem Jahr passiert nichts mehr“, sagte Edathy bedauernd. Sollte die SPD weiter Regierungsverantwortung tragen, würde sie aber schnell darauf drängen, dass Planungssicherheit geschaffen würde.
Stemme gab Runde und Edathy noch einen weiteren Wunsch mit auf den Weg: Die Voraussetzungen für die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen seien durch personelle Aufstockungen im Jobcenter zwar mittlerweile besser geworden, aber immer noch nicht gut genug.
Foto:
Hamburgs Altbürgermeister Ortwin Runde, die Leiterin der Arbeitsagentur Hameln Ursula Rose, MdB Sebastian Edathy, Rose-Stellvertreter Henrik Steen und Stadthagens Jobcenter-Leiter Michael Stemme (v. links) im Gespräch