18.09.2009
Volksbund und MdB Edathy ehrten Nazi-Opfer
Einen gemeinsamen Kranz legten der niedersächsische Präsident des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., der ehemalige Landtagspräsident Rolf Wernstedt, und der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy an der Kriegsgräberstätte Hesterberg (Gemeinde Steyerberg) nieder, wo 2.000 Menschen, die vom Naziregime in der nahegelegenen Rüstungsindustrie zu Tode geschunden worden waren, ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.
Anwesend war auch Martin Guse, Geschäftsführer des Vereins "Dokumentationsstelle Pulverfabrik in Liebenau und Steyerberg", der Wernstedt und Edathy über das Ziel der Einrichtung einer Dokumentations- und Lernstätte und den aktuellen Stand des Vorhabens informierte.
Sebastian Edathy: "Das Leiden und der Tod der Zwangsarbeiter hier in unserem Landkreis dürfen nicht in Vergessenheit geraten." Das historische Geschehen sei eine stete Mahnung, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wiedererlangte Demokratie zu bewahren und zu verteidigen. Die Unmenschlichkeit, mit der auch vor Ort Menschen gegenüber gehandelt worden sei, dürfe nicht in Vergessenheit geraten. Er, so Edathy, unterstütze deshalb das Anliegen des Vereins nachdrücklich.
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Kranzniederlegung in Hesterberg zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus: Niedersachsens Volksbund-Präsident Rolf Wernstedt, der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy und Martin Guse, Geschäftsführer des Vereins "Dokumentationsstätte Pulverfabrik" (v. links)