18.11.2009
Edathy trifft Friedensnobelpreisträger Yunus
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit kamen jetzt der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy und Friedensnobelpreisträger Professor Muhammad Yunus in Berlin zusammen.
Der Wirtschaftswissenschaftler aus Bangladesch hatte 2006 die hohe Auszeichnung für die Erfindung eines Mikrokredit-Programms erhalten: Mittellose Menschen erhalten von einer durch Yunus gegründeten, gemeinnützigen Bank ein zinsloses Kleindarlehen zum Aufbau einer Existenz, das sie dann nach und nach abzahlen. Eine Idee, die inzwischen auch in vielen anderen ärmeren Ländern der Welt umgesetzt wird.
Professor Yunus hatte Edathy zum Gespräch eingeladen, da dieser für die Kontakte zwischen dem Deutschen Bundestag und den Ländern Südasiens zuständig ist. Das Anliegen des Friedensnobelpreisträgers: Eine teilweise Umstellung der deutschen Entwicklungshilfe weg von reinen Projektmaßnahmen hin zu Investitionen, die Menschen zur Eigenständigkeit befähigen. Yunus betonte, wirkungsvoller als der Bau eines Brunnens sei ein Kleinkredit für jemanden, der Brunnen bauen kann.
Edathy sagte zu, die Anregung aufzugreifen und zum Gegenstand eines Gespräches mit den inhaltlich zuständigen Fachpolitikern des Bundestages und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit zu machen.
Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus (links) und MdB Sebastian Edathy