04.02.2009
Meldung von AFP vom 4. Februar 2009
Wiefelspütz schließt Ablösung von Bahn-Chef Mehdorn nicht aus Edathy: Konzern muss "alle Karten auf den Tisch" legen
Köln, 4. Februar (AFP) - Wegen der umfassenden Überprüfung von Mitarbeiter-Daten bei der Deutschen Bahn schließt der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, eine Ablösung von Bahnchef Hartmut Mehdorn nicht aus. Angesichts von Meldungen, im Jahr 2005 seien sämtliche Bahn-Mitarbeiter auf Korruption überprüft worden, sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwochsausgabe): "Wenn das so wäre, wird sich Herr Mehdorn nach einer neuen Tätigkeit umsehen müssen." Wenn die Anschuldigungen zuträfen und Mehdorn davon gewusst habe, sei es "schlimm; wenn nicht, ist es auch schlimm".
Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), sagte der Zeitung, der Vorgang sei "geeignet, das Ansehen der Bahn weiter zu schädigen". "Und es kann nicht sein, dass sie scheibchenweise mit der Wahrheit herausrückt. Es ist höchste Zeit, dass die Bahn alle Karten auf den Tisch legt," forderte Edathy.