25.05.2009
Meldung von dpa vom 25. Mai 2009
Struck sieht keine konkreten Konsequenzen nach Köhler-Wahl
Berlin (dpa) - SPD-Bundestagsfraktionschef Peter Struck sieht keine konkreten politischen Konsequenzen nach der Niederlage von Gesine Schwan bei der Bundespräsidentenwahl. Struck sagte am Montag im Deutschlandfunk, die Wiederwahl von Horst Köhler (CDU) sei «keine vorgezogene Bundestagswahl» gewesen. «Uns war klar, dass es ein schwerer Weg für Gesine Schwan werden würde», betonte Struck.
Zum Ablauf der Wahl am Samstag in Berlin sagte Struck, es habe «peinliche und eigenartige Vorgänge» gegeben. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) müsse im Ältestenrat darauf Antworten geben. Vor Bekanntgabe des Wahlergebnisses waren bereits Blumensträuße in den Saal gebracht worden. Eine Bläsergruppe war ebenfalls aufmarschiert. Lammert hatte gleichzeitig vor dem Reichstag auf Köhler gewartet. Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), sagte im rbb-«Inforadio», das sei «stil- und würdelos» gewesen.