08.05.2009
Meldung von ddp vom 8.Mai 2009
SPD-Innenexperte Edathy verteidigt verschärftes Waffengesetz
Passau (ddp). Der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Sebastian Edathy (SPD), verteidigt die geplante Verschärfung des Waffenrechts. «Wer das Privileg besitzt, eine Waffe privat lagern zu dürfen, der muss auch Zugeständnisse bei Kontrollen machen», sagte er der «Passauer Neuen Presse» (Freitagausgabe). Wer sich dem grundlos verweigere, wecke Zweifel an seiner Zuverlässigkeit. Die breite Mehrheit der Jäger und Sportschützen sei absolut rechtstreu, betonte Edathy: «Es gibt keinen generellen Grund für Misstrauen.»
Die Einführung eines bundesweiten Waffenregisters und auch eine Amnestie für die Besitzer illegaler Waffen seien «ein sinnvoller Schritt», sagte Edathy dem Blatt. Er räumte ein, dass eine Änderung des Waffenrechts kein Allheilmittel sei und sich auch in Zukunft schwerste Straftaten mit legalen Waffen nicht völlig ausschließen ließen. Doch eine Korrektur mit Augenmaß beim Waffenrecht sei durchaus sinnvoll, zielführend und absolut vertretbar. Deshalb gehe es nun darum, zügig zu handeln und die Änderungen noch vor der Bundestagswahl auf den Weg zu bringen.