02.03.2009
Meldung von dpa vom 2. März 2009
Innenausschuss-Chef Edathy fordert Verzicht auf V-Leute in der NPD
Berlin/Magdeburg (dpa) - Der SPD-Innenpolitiker Sebastian Edathy rechnet in der laufenden Legislaturperiode nicht mehr mit einem Antrag auf ein neues NPD-Verbotsverfahren. «Es gibt keine Einigkeit in der großen Koalition», bedauerte der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses am Montag im ARD-«Morgenmagazin». Er hoffe jedoch, dass es nach der Bundestagswahl zu einem neuen Verfahren kommt. Es sei richtig, auf die Informanten des Verfassungsschutzes in der NPD-Führung zu verzichten, «um ein Verfahren vor dem Verfassungsgericht möglich zu machen».
Die Parlamentarische Kontrollkommission des Magdeburger Landtags berät heute (Montag) über ein neues Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme NPD. Anlass ist die Aussage des Berliner Innensenators Ehrhart Körting (SPD), wonach das Innenministerium in Magdeburg V- Leute aus der NPD abgezogen habe. Die Landesregierung muss die Kontrollkommission über solche Vorgänge informieren.