Sebastian Edathy Mdb

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Nachlese Bundestagswahl 2002:

Anmerkungen zum Ergebnis

 

Die SPD hat bei der 15. Wahl zum Deutschen Bundestag im Wahlkreis Nienburg-Schaumburg 51,3 Prozent der Stimmen gewinnen können. Die CDU erzielte 33,6 Prozent der Stimmen. Die Wähler der Landkreise Nienburg und Schaumburg haben somit einen wichtigen Beitrag zur Bestätigung der rot-grünen Reformregierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder geleistet.

 

Sebastian Edathy konnte als SPD-Kandidat 53,9 Prozent der Erststimmen auf sich vereinigen und wurde damit erneut direkt in den Bundestag gewählt. Dies ist eines der besten Erststimmenergebnisse in der Geschichte unseres Wahlkreises überhaupt (siehe auch Tabellenteil). Dietrich von Blomberg, der Direktkandidat der CDU für den Wahlkreis Nienburg-Schaumburg, erzielte 37,2 Prozent der Stimmen. Die Differenz zu Sebastians Ergebnis beträgt in absoluten Zahlen 26.345 Stimmen.

 

Mit diesen Ergebnissen können wir mehr als zufrieden sein. Sebastian Edathy konnte sein hervorragendes Ergebnis von 1998 noch um 1,7 Prozentpunkte ausbauen – und dies obgleich die Stimmungslage für die SPD insgesamt weit weniger günstig war als 1998. Die Hoffnung, dass nach regelmäßigen Wechseln des Direktmandats zwischen CDU und SPD in der Vergangenheit, das Ringen um die stärkste Stellung nun für die SPD entschieden ist, scheint sich zu erfüllen. Nienburg-Schaumburg hat sich als „roter Wahlkreis“ fest etabliert!

 

In 11 der 21 größeren kommunalen Einheiten in den Landreisen Nienburg und Schaumburg liegt die SPD bei über 50 Prozent. In 8 weiteren größeren kommunalen Gliederungen der Landkreise wurde die 50-Prozent-Marke nur knapp verfehlt.

Der Trend, dass sich das Gefälle zwischen den Ergebnissen in beiden Landkreisen zunehmend verringert und die Position der SPD auch in den eher ländlich geprägten Regionen des Landkreises Nienburg gestärkt wird, hat sich weiter fortgesetzt.

 

Wie schon vor vier Jahren lag in keiner einzigen Gemeinde die CDU vor der SPD; selbst in der Gemeinde Stolzenau – die einzige Gemeinde, in der die CDU die 40-Prozent-Marke überschritt und die somit als „CDU-Hochburg“ in unserem Wahlkreis gelten kann – lag erneut die SPD vorn (siehe Tabellenteil).

 

Diese Ergebnisse sollten deutlich machen, dass wir auch für den Ausgang der anstehenden Landtagswahl nicht schon frühzeitig „schwarz“ sehen sollten und zugleich können sie als Hilfestellung für einen gezielten und differenzierten Wahlkampf dienen.

 

 

Tabellenteil:

·         Endergebnis der Bundestagswahl 2002 im Wahlkreis

·         Gewinne und Verluste im Vergleich zur Bundestagswahl 1998

·         Ergebnisse (Erst- und Zweitstimmen) im Wahlkreis seit 1983

Ergebnisse in den Städten, Samt- und Einheitsgemeinden des Wahlkreises

 

 

 

Endergebnis der

Bundestagswahl 2002

im Wahlkreis Nienburg-Schaumburg*

 

 

 

 

 

 

Veränderungen (Gewinne/Verluste)

im Vergleich zur Bundestagswahl 1998*

im Wahlkreis Nienburg-Schaumburg

- umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2002 -

 

 

 

Bundestagswahlergebnisse Erststimmen (%)

im Wahlkreis Nienburg/Schaumburg seit 1983

 

 

 

 

 

 

Bundestagswahlergebnisse Zweitstimmen (%)

im Wahlkreis Nienburg/Schaumburg seit 1983

 

 

 

Endergebnis der Bundestagswahl 2002 in den Städten,

Samt- und Einheitsgemeinden der Landkreise Nienburg (links) und Schaumburg, geordnet nach der Höhe des Anteils

der für die SPD abgegebenen Stimmen

 

 

SPD

CDU

Grüne

FDP

 

 

 

 

 

Stadt Rehbg.-L.

54,35%

(-1,25)

30,26%

(+1,66)

5,95%

(+0,15)

6,25%

(+0,55)

 

 

 

 

 

SG Landesbg.

53,03%

(-0,27)

33,81%

(+0,51)

5,11%

(+0,31)

5,0%

(+0,8)

 

 

 

 

 

Stadt

Nienburg

51,01%

(+0,11)

33,88%

(-0,02)

5,63%

(+0,93)

5,88%

(+1,28)

 

 

 

 

 

Flecken

Steyerbg.

49,92%

(-0,38)

36,26%

(+0,16)

5,08%

(-1,2)

5,86%

(+1,06)

 

 

 

 

 

SG

Heemsen

49,73%

(-4,37)

36,02%

(+3,62)

3,93%

(+0,23)

6,66%

(+2,16)

 

 

 

 

 

SG Marklohe

49,7%

(-1,9)

35,46%

(+1,46)

5,78%

(+0,68)

6,46%

(+1,26)

 

 

 

 

 

SG

Steimbke

49,05%

(-0,25)

36,46%

(+1,26)

5,06%

(+0,86)

6,83%

(+0,33)

 

 

 

 

 

SG Liebenau

48,25%

(-0,45)

39,21%

(+1,21)

4,4%

(+0,41)

4,73%

(+0,73)

 

 

 

 

 

Gem.

Stolzenau

44,4%

(+0,1)

43,03%

(+1,33)

4,07%

(-0,3)

5,53%

(-0,03)

-----------

------

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LK Nienburg (ohne Uchte, Eystrup, Hoya)

50,4%

(-0,6)

35,2%

(+1,2)

5,0%

(+0,33)

5,91%

(+0,91)

 

 

 

SPD

CDU

Grüne

FDP

 

 

 

 

 

SG

Nienstädt

58,38%

(-2,72)

25,29%

(+0,39)

7,07%

(+1,37)

5,76%

(+1,46)

 

 

 

 

 

SG

Sachsenh.

57,5%

(-1,62)

29,16%

(+0,06)

6,3%

(+1,3)

5,25%

(+0,75)

 

 

 

 

 

SG

Lindhorst

57,02%

(-2,58)

28,52%

(+1,72)

6,2%

(+1,6)

4,74%

(+0,44)

 

 

 

 

 

SG

Niedernw.

54,91%

(-3,19)

31,25%

(+1,35)

6,06%

(+2,06)

4,94%

(+0,54)

 

 

 

 

 

Stadt

Obernk.

54,56%

(-2,94)

29,7%

(+2,9)

5,5%

(+0,2)

6,12%

(+072)

 

 

 

 

 

Gem. Auetal

52,6%

(-3,8)

33,03%

(+3,53)

4,65%

(+0,45)

6,12%

(+1,82)

 

 

 

 

 

Stadt

Stadthag.

51,77%

(-2,13)

32,08

(+1,08)

6,62

(+1,52)

6,05

(+0,25)

 

 

 

 

 

SG

Rodenberg

51,68%

(-3,72)

32,69%

(+2,29)

5,91%

(+0,81)

6,24%

(+1,14)

 

 

 

 

 

SG

Nenndorf

49,91%

(-0,39)

35,02%

(-0,22)

5,72%

(+1,02)

6,38%

(+0,08)

 

 

 

 

 

Stadt

Bückeburg

48,98%

(-0,02)

35,2%

(+0,8)

6,36%

(+0,56)

6,06%

(-0,24)

 

 

 

 

 

SG

Eilsen

48,69%

(-2,81)

36,04%

(+2,04)

4,74%

(+0,44)

7,34%

(+1,14)

 

 

 

 

 

Stadt

Rinteln

47,82%

(-2,78)

36,31%

(+1,91)

5,25%

(+0,85)

6,87%

(-0,87)

------------

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LK

Schaumb.

51,8%

(-2,1)

32,7%

(+1,4)

5,87%

(+0,97)

5,99%

(+0,49)

 



*       Wahlberechtigte:                      198.646

        Wähler/innen:                                  160.102 (= 80,06%)

        gültige Erststimmen:         157.902

        gültige Zweitstimmen:       158.923

*       Wahlberechtigte:                      196.229

        Wähler/innen:                          163.669 (= 83,4%)

        gültige Erststimmen: 160.940

        gültige Zweitstimmen:       161.587

 

Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2002